Einschlafen klappt, Durchschlafen nicht

26. Mai 2026

Du bist abends müde, schläfst schnell ein – und liegst dann um 2 oder 3 Uhr morgens plötzlich wach? Damit bist du nicht allein. Viele Menschen haben kein Problem mit dem Einschlafen, kämpfen jedoch mit dem Durchschlafen.

Dieses nächtliche Aufwachen kann unterschiedliche Ursachen haben. Oft spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle.

Was bedeutet „Durchschlafstörung“?

Von Durchschlafstörungen spricht man, wenn man in der Nacht wiederholt aufwacht und Schwierigkeiten hat, erneut einzuschlafen. Einzelne Wachphasen sind dabei völlig normal – unser Schlaf verläuft in Zyklen.

Unangenehm wird es, wenn:

  • das Aufwachen häufig vorkommt
  • du länger wach liegst
  • du dich morgens nicht erholt fühlst
  • tagsüber Müdigkeit oder Reizbarkeit auftreten

Warum wachen wir nachts auf?

Nächtliches Aufwachen ist meist kein Zufall. Der Körper reagiert auf innere oder äussere Reize.

Durchschlafstörung, Stress und Gedankenkreisen

1. Stress und Gedankenkreisen

Ein häufiger Auslöser ist Stress. Auch wenn du abends gut einschläfst, kann das Nervensystem in der Nacht aktiviert werden. Das Stresshormon Cortisol steigt in den frühen Morgenstunden natürlicherweise an. Wenn du unter Spannung stehst, kann dieser Anstieg dazu führen, dass du wach wirst – und dein Kopf sofort zu arbeiten beginnt.

2. Körperliche Faktoren

Auch körperliche Prozesse können den Schlaf unterbrechen:

  • leichte Temperaturschwankungen
  • nächtliches Schwitzen
  • Verdauungsaktivität
  • Blutzuckerschwankungen

Der Körper ist in der Nacht sensibler für Veränderungen als tagsüber.
 

3. Schlafumgebung

Lichtquellen, Geräusche oder eine zu warme Raumtemperatur können ebenfalls dazu beitragen, dass du aus einem leichteren Schlafstadium aufwachst.

4. Lebensphase und Hormonveränderungen

Hormonelle Veränderungen – etwa in bestimmten Lebensphasen, wie den Wechseljahren - können das Schlafmuster beeinflussen. Auch hier reagiert das Nervensystem empfindlicher auf innere Reize.

Warum das Wiedereinschlafen oft schwerfällt

Das eigentliche Problem ist für viele nicht das Aufwachen selbst, sondern das anschliessende Wachliegen. Sobald Gedanken einsetzen oder innere Unruhe entsteht, wird das Nervensystem weiter aktiviert.


Je stärker der Druck wird („Ich muss jetzt schlafen!“), desto schwieriger fällt das Loslassen.

Druck beim Einschlafen

Fazit

Schlaf verläuft in Zyklen – und Wachphasen sind biologisch vorgesehen. Wenn Einschlafen gut funktioniert, Durchschlafen jedoch nicht, liegt die Ursache häufig in einer erhöhten nächtlichen Aktivierung des Nervensystems.

 

Je besser du die möglichen Auslöser kennst, desto gezielter kannst du Einfluss nehmen – und deinen Schlaf wieder stabilisieren.

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